Kath. Kindergarten St. Joseph Bellheim 

Auftraggeber: Kath. Kirchengemeinde Bellheim

Planung und Realisierung: 2004-2007, Stadt + Natur Klingenmünster

 

Projektbeschreibung

Bestand

Der Spielplatz befindet sich direkt hinter dem Kindergartengebäude im nördlichen Teil des Geländes. Ein gepflasterter Weg verläuft östlich des Spielplatzes vom Gebäude bis zur Nordgrenze. Ein Sandspielbereich von ca. 420 m² erstreckt sich unregelmäßig über die Südhälfte des Spielplatzes. Er verläuft zunächst von Süden nach Norden und bildet nach ca. 30 m einen Winkel in östliche Richtung. Innerhalb der Sandfläche befinden sich von Westen nach Osten eine Rutsche mit Spielturm, eine Vogelnestschaukel, ein Klettergerüst und ein Reckstangengerüst.

Südwestlich des Sandbereiches steht eine kleine Schaukel. Nordwestlich davon befindet sich ein kleines gemauertes Häuschen mit einer ca. 6,50 m² großen Pflasterfläche östlich daneben und einer ca. 5 m² großen Pergola an der Nordseite. Auf der östlichen Seite des Sandbereiches, gegenüber dem Häuschen, steht eine Sitzgruppe auf einem Pflasterkreis. Eine zweite Sitzgruppe in dieser Form liegt nördlich der ersten. Dazwischen verläuft der Sandbereich.

Südöstlich der ersten Sitzgruppe befindet sich eine durch Palisaden eingefasste kreisförmige Mulchfläche. In dieser Fläche steht eine Kletternetzkonstruktion. Nordwestlich des Sandbereiches liegt ein ca. 1 m hoher Hügel, in welchen zwei Tunnelröhren integriert sind. Die verbleibende Fläche ist eine freie Rasenfläche, auf der verteilt einzelne Baumgruppen stehen. Zahlreiche Bäume stehen auch entlang der Westgrenze des Spielplatzgeländes.

Die nordwestliche Geländeecke wird als Kompostbereich genutzt. In der nordöstlichen Geländeecke befinden sich ein Abstellraum, eine Küche und ein überdachter Bereich dazwischen.

 

Planung

Der breite Pflasterweg, der bis an die Nordgrenze reicht, stellt eine gute Zufahrtsmöglichkeit für Fahrzeuge dar und ist somit auch zugänglich für Pflegearbeiten. Ein weiterer schmalerer Weg soll unregelmäßig durch das Gelände verlaufen und eine Art Rundweg bilden, der es den Kindern ermöglicht, einzelne Spielstationen auch mit entsprechenden Kinderfahrzeugen anzufahren.

Drei Pergolen, welche abwechselnd mit Pflanzbeeten nebeneinander an der Nordwand des Hauptgebäudes stehen, bieten zahlreiche Sitzmöglichkeiten mit ruhiger Atmosphäre und gutem Blick auf das Gelände. Eine vierte Pergola steht südlich des Küchenraumes am Pflasterweg. Weitere zusätzliche Sitzmöglichkeiten bieten Sitzstämme in unterschiedlichen Gruppierungen entlang des Rundweges, welche im Schutz der zahlreichen vorhandenen Bäume bzw. Bepflanzung an der Westgrenze einzelne Nischen bilden.

Der Sandbereich soll in seiner Form erhalten bleiben und durch eine Findlingseinfassung optisch in das naturnah gestaltete Gesamtbild integriert werden. Die Rutsche mit Spielturm soll in einen Hügel integriert werden. Neben der Rutschfläche entstehen ein Findlingsaufgang und eine Kletterschräge. Der Hügel wird bepflanzt und macht so den Spielturm zu einem attraktiven Versteck. Die Pflasterfläche bei dem Häuschen südlich des Rutschenhügels soll erweitert werden und so als Terrasse mehr Nutzungsmöglichkeiten schaffen. Mehrere Bänke in unmittelbarer Nähe unterstützen diese Funktion.

Die Vogelnestschaukel und die Reckstangen im Sandbereich sollen erhalten bleiben. Ergänzt wird der Sandbereich durch eine Doppelschaukel im nordwestlichen Bereich und zwei Weidenhäusern, die verteilt im Sandbereich stehen. Von einem 1 m hohen Hügel aus, der entlang der vom abgewinkelten Sandbereich gebildeten Ecke verläuft, windet sich ein Bachlauf in westlicher Richtung in den Sand. In den Nordhang des Hügels ist eine Höhle integriert, die sich auch zum Sandspielbereich hin öffnet.

Die vorhandenen Pflasterkreise mit den Bänken bleiben erhalten. Lediglich die nördlich gelegene Bankgruppe wird so gedreht, dass sie vom Rundweg aus über eine Abzweigung direkt begehbar wird. Eine Feuerstelle im Mittelpunkt verleiht ihr einen besonderen Reiz.

Die Mulchfläche mit der Kletternetzkonstruktion bleibt ebenfalls erhalten und wird mittels einer bepflanzten Aufhügelung  eingefasst.

Nördlich des Sandbereiches wird ein Kletternetz in eine vorhandene Baumgruppe integriert. Eine Mulchfläche bietet den nötigen Fallschutz bzw. kennzeichnet den nötigen Sicherheitsbereich. Sie ist ebenso wie der Sandbereich mit Findlingen eingefasst.

Ein weiterer Hügel mit 1,50 m Höhe verläuft in „zufälliger“ Form nördlich an den Sandbereich angrenzend. In den Westhang ist eine Baumstammkonstruktion integriert, welche zum Klettern anregt. Über den Hügel verteilt stehen Holzriesen, senkrecht eingebaute Baumstämme, die durch Schnitzereien Gesichter bekommen und lebendig werden. Der Nordhang bildet eine Nische, in der weitere Sitzstämme liegen. Diese erlauben einen guten Blick auf den Werkbereich, der sich am Rande des Rundweges befindet.

Nördlich gegenüber, auf der anderen Seite des Weges, entsteht ein weiterer Hügel, der durch eine Hängebrücke mit einem Baumhaus nordwestlich davon verbunden ist. An der Nordseite des Baumhauses verläuft eine Kletterseilkonstruktion zwischen den Bäumen mit Anschluss an das Baumhaus.

Eine Seillandschaft südwestlich des Baumhauses ist in den Baumbestand integriert.

Eine Rufanlage mit 6 Stationen vernetzt den Spielplatz und ermöglicht den Kindern eine Kommunikation, ohne sich dabei zu sehen.

 

Bauaktion

Rheinpfalz