Kindergarten Regenbogen Ketsch
Auftraggeber: Kath. Kirchengemeinde St. Sebastian
Planung und Realisierung: 2006-2008, Stadt + Natur Klingenmünster
Homepage des Kindergartens: www.kiga-regenbogen-ketsch.de
Projektbeschreibung
Bestand
Das 3160 m² große Gelände um den Kindergarten ist geprägt von ebenen Rasenflächen, von Wege- und Terrassenflächen (mit grauen Betonpflastersteinen angelegt) und von verschiedenen Spielgeräten, die relativ wahllos über das Gelände verteilt und zum Großteil renovierungsbedürftig sind. Eingefasst ist das Gelände mit Sträuchern und Hecken, alter Baumbestand ist vorhanden.
Planung
Nach der Neuanlage des Außengeländes entstehen unterschiedlichste Bereiche – für die verschiedensten Ansprüche und Wünsche. So gibt es Bereiche zur Förderung der motorischen Fähigkeiten, Raum für Natur- und Sinneserfahrungen, Ecken und Nischen für Rollenspiel, Platz für kreatives Spiel, Angebote, die Elemente Erde Wasser und Feuer zu erleben, Rückzugsbereiche der unterschiedlichsten Art sowie eine Fahrstrecke rund um das Kindergartengebäude und - nicht zuletzt - auch einen Nutzgarten.
Topographische Gestaltung und intensive Bepflanzung trennen die verschiedenen Bereiche voneinander und gewährleisten jeweils ein ungestörtes Spielen. Sie bieten aber auch in sich selbst attraktive Angebote. Die Hügel werden zum Heraufklettern und Herunterrennen genutzt, sie bieten Aussicht über das gesamte Gelände, sind Ausgangspunkt für den Bachlauf mit Schwengelpumpe und erlauben den Einbau der vorhandenen Bockrutsche als Hangrutsche. Die Bepflanzung bietet jede Menge Naturerlebnis, aber auch Früchte zum Naschen, Materialien zum Spielen, Versteck- und Klettermöglichkeiten.
Beteiligung
Nach Informationsabenden und Begehungen wurde gemeinsam mit Team, Elternschaft, Kindern und Träger ein Plan zur Umwandlung des Außengeländes in ein naturnahes entwickelt. Die Umsetzung der Ideen erfolgte unter Anleitung des Landschaftsarchitekturbüros im Rahmen samstäglicher Bauaktionen in Eigenleistung und war insofern kostengünstig. Dieses gilt auch für die Materialien, die entweder kostenfrei als örtlich vorhandene Materialien aquiriert oder für verhältnismäßig wenig Geld erworben wurden. Zur Umsetzung der Planung waren 6 Bauaktionen (von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr) erforderlich – der Abstand zwischen den Bauaktionen betrug wenigstens 6 Wochen. In der Regel beteiligten sich jeweils ca. 60 Personen an den Bauaktionen, natürlich waren die Kinder immer dabei und arbeiteten eifrig mit – freuten sich genauso wie die Erwachsenen auf das gemeinsame Mittagessen.

- Artikel aus der Rheinpfalz vom 27.10.2006

- Artikel aus der Rheinpfalz vom 22.04.2008













