Umgang mit dem Risiko

Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und Kräfte entsteht nur in der Bewährung in Gefahren

Für das Außengelände von Kindertagesstätten gelten Unfallkassen- und TÜV-Bestimmungen sowie DIN-Normen. Die DIN 18034 besagt unter anderem: "Sicherheitsmaßnahmen sollen Gefahren für die Nutzer möglichst ausschalten, aber auch einen 'Freiraum' lassen, damit Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, Gefahren zu erkennen, um sich entsprechende Verhaltensweisen anzueignen."

Entsprechende Erfahrungen können Kinder nicht in genormten Standardsituationen erwerben, bei denen sie keinerlei Risiken vermuten. Möglich ist dieses vielmehr in einem unregelmäßigen, sich ständig verändernden Außengelände, auf dem sie stets achtsam und auf mögliche neue Gefahren eingestellt sein müssen. So lernen Kinder Risiken richtig einzuschätzen. Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und Kräfte entsteht nur in der Bewährung in Gefahrensituationen.
Bei aller Gewährleistung der Aufsichtspflicht ist es nicht die Aufgabe der Erzieherinnen und Erzieher, das Kind allzeit zu bewachen, sondern die Umgebung so vorzubereiten, daß es seine Kraft an überschaubaren Risiken erproben kann. Die eigenen Erfahrungen können und dürfen sie jedoch dem Kind nicht abnehmen.
Diese Überlegung gilt auch im Hinblick auf die Pflanzenauswahl. Nur die nach DIN 18034 verbotenen Pflanzen dürfen nicht verwendet werden. Stachelige oder leicht gefährliche Pflanzen können als Erfahrungspflanzen durchaus einen Platz auf dem Spielplatz finden.